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Premium Energieversorgung 25 Prozent mehr Wärmepumpen: Die Strom-Revolution am Heizungsmarkt beginnt

Der Absatz von Gasheizungen bricht ein, die Wärmepumpe gewinnt rasant Marktanteile. Mit der Produktion kommen Heizungsbauer aber nicht hinterher.
12.08.2022 - 09:27 Uhr 9 Kommentare
Wärmepumpe vom Heizungshersteller Vaillant Quelle: dpa
Wärmepumpenproduktion bei Vaillant in Remscheid

Die Wärmepumpe wird die Zukunft des Heizens dominieren.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Die Wärmepumpe verdrängt in Deutschland zunehmend die Gasheizung. Heizungsbauer haben im ersten Halbjahr dieses Jahres 25 Prozent mehr Wärmepumpen ausgeliefert als im Vorjahreszeitraum. Das geht aus Zahlen des Bundesverbands der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) hervor, die dem Handelsblatt exklusiv vorliegen.

Gleichzeitig bricht der Absatz von Gasheizungen ein. Das zeigt sich vor allem im zweiten Quartal. Aus Handelsblatt-Berechnungen geht hervor, dass der Absatz von Gasheizungen in diesem Zeitraum um zehn Prozent gesunken ist. Dabei spiegeln die Absatzzahlen Kaufentscheidungen wider, die schon einige Monate zurückliegen. Aus der Branche ist zu hören, dass der Trend sich mittlerweile noch deutlich verschärft hat – seitdem Russland die Gaslieferungen gedrosselt hat.

Die Zahlen sind der erste Beleg für einen fundamentalen Wandel in der Heizungsbranche. Klimawandel und die Unsicherheit über den künftigen Import machen die Gasheizung ohnehin unattraktiv, jetzt gibt die Bundesregierung ihr den Rest und hat die bisherige Förderung beendet. Innerhalb weniger Monate müssen Deutschlands Heizungsbauer sich auf eine neue Realität einstellen: Die Wärmepumpe wird in der Zukunft das Heizen dominieren.

Ende der Gasheizung: Nachfrage nach Wärmepumpen steigt rasant an

Dass sich die Heizungsnachfrage von Hausbesitzern aktuell stark verändert, zeigt auch eine Auswertung des Portalbetreibers DAA GmbH, der auf seinen Internetseiten wie heizungsfinder.de monatlich mehr als 500.000 Nutzer zählt. Die Agentur beobachtete im gesamten zweiten Quartal 2022 eine überdurchschnittlich hohe Nachfrage nach Wärmepumpen. Dieser extrem positiven Entwicklung stehe ein unterdurchschnittliches Interesse an Gasheizungen und Ölheizungen gegenüber.

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    Dass der Wandel radikal ausfallen dürfte, zeichnet sich an mehreren Stellen ab. Es wird an politischen Entscheidungen sichtbar, an Energiepreisen und vor allem an Entscheidungen der Heizungsbauer.

    Politischer Rückenwind für die Wärmepumpe: Ende der Gasheizung ab 2024?

    Der Wandel im Heizungsbereich ist politisch gewollt. Daran ließ Bundeskanzler Olaf Scholz in dieser Woche keinen Zweifel. Bei einem Besuch in der Produktionshalle des deutschen Heizungsbauers Viessmann drehte der Kanzler öffentlichkeitswirksam eine Schraube in eine fast fertige Wärmepumpe.

    Der Bundeskanzler schraubt unter Anleitung einer Viessmann-Mitarbeiterin die letzte Schraube in eine Wärmepumpe. Quelle: dpa
    Olaf Scholz zu Besuch bei Viessmann in Allendorf

    Der Bundeskanzler schraubt unter Anleitung einer Viessmann-Mitarbeiterin die letzte Schraube in eine Wärmepumpe.

    (Foto: dpa)

    Danach sagte Scholz: „Es geht um modernste Technologien, die uns in die Lage versetzen sollen, Wärme zu verwenden, unser Klima zu schützen, ohne Rückgriff auf die bisherigen fossilen Ressourcen. Das ist ein wichtiges Vorhaben der jetzigen Bundesregierung.“ Er stellte in Hinblick auf die russischen Gasrestriktionen zudem klar: Wer ohne fossile Ressourcen heizt, schützt auch sein Portemonnaie.

    Die Bundesregierung unterstützt den Wandel auch aktiv: In wenigen Tagen endet endgültig die finanzielle Förderung des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle für neue Gasheizungen.

    Bis jetzt hat die Bundesregierung den Einbau neuer Gasgeräte unterstützt, sofern sie potenziell mit erneuerbaren Heiztechnologien kombinierbar waren. Das ist jetzt vorbei. Geld gibt es nur noch für Geräte wie Wärmepumpen, Solarkollektoren oder Holzheizungen.

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    Besonders stark fällt allerdings ein anderes Vorhaben ins Gewicht: Die Bundesregierung will gesetzlich festschreiben, dass ab 2024 jede neu eingebaute Heizung zu 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden soll. Das bedeutet de facto, dass reine Gasheizungen ab 2024 nicht mehr verbaut werden dürfen.

    Gasheizung immer unattraktiver: Gaspreis hat sich mehr als versechsfacht

    Aber auch ohne die politischen Vorgaben wird die Gasheizung zunehmen unattraktiv für die Verbraucher. Der Gaspreis am Handelspunkt Dutch TTF schwankte Anfang August zwischen 199 und 205 Euro pro Megawattstunde Gas. Anfang August 2021 waren es noch weniger als 30 Euro. Der Preis hat sich also mehr als versechsfacht.

    Laut dem Vergleichsportal Check24 erreichte der durchschnittliche Gaspreis für Verbraucher im Juli einen neuen Rekord. Demnach zahlte ein Musterhaushalt mit einem Verbrauch von 20.000 Kilowattstunden pro Jahr im Schnitt 3415 Euro für Gas. Das seien 162 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Künftig kommt noch die geplante Gasumlage obendrauf, die ab dem 1. Oktober gelten soll.

    Den hohen Gaspreisen stehen ebenfalls gestiegene Strompreise gegenüber. Zudem ist der Einbau einer neuen Wärmepumpe in aller Regel deutlich teurer als der Einbau einer neuen Gasheizung. Trotzdem tragen die hohen Gaspreise und die Sorge vor weiteren Kürzungen der Gaslieferungen aus Russland dazu bei, dass die Menschen immer weniger neue Gasheizungen und immer mehr Wärmepumpen nachfragen.

    >> Lesen Sie auch: Wärmepumpe als Alternative zur Gas- oder Ölheizung?

    Dadurch steigt der Marktanteil der Wärmepumpen im Heizungs-Neugeschäft. Im ersten Halbjahr 2021 waren noch 70 Prozent aller neu verkauften Heizungen Gasheizungen, 17 Prozent waren Wärmepumpen. Im ersten Halbjahr 2022 schrumpfte der Anteil der Gasheizungen auf 65 Prozent, der der Wärmepumpen stieg auf 21 Prozent. Das geht aus den BDH-Zahlen hervor.

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    Die Steigerung mag eher klein wirken, ist aber aus Sicht von Branchenexperten überraschend groß. Thomas Nowak, Generalsekretär beim Europäischen Wärmepumpenverband (European Heat Pump Association), sagt: „Der Zuwachs von vier Prozentpunkten im Wärmepumpenmarkt im ersten Halbjahr ist bemerkenswert. Damit sticht Deutschland positiv heraus.“

    Die Zahlen belegen nicht nur den Aufwärtstrend der Wärmepumpe. Sie zeigen auch: Noch dominieren Gasheizungen das Geschäft. Dass sich das jetzt rasant ändert, wird aber auch in den Entscheidungen der Heizungshersteller sichtbar.

    Heizungsbauer investieren Milliarden in Wärmepumpen

    Der Heizungsbauer Vaillant hat 2021 rund 300 Millionen Euro in Wärmepumpen, Forschung und Entwicklung und Digitalisierung investiert. In den kommenden fünf Jahren sollen die Investitionen jeweils über diesem Niveau liegen. „Die Vaillant Group verzeichnet seit längerer Zeit eine sehr hohe Kundennachfrage nach elektrischen Wärmepumpen, die in den vergangenen Monaten noch einmal deutlich angestiegen ist“, heißt es. Wärmepumpen seien das am schnellsten wachsende Produktsegment des Unternehmens.

    Der Geschäftsführer des Wärmepumpen-Produzenten Stiebel Eltron, Kai Schiefelbein, sagt gegenüber dem Handelsblatt: „Der Auftragseingang für Wärmepumpen bei Stiebel Eltron hat sich innerhalb eines Jahres verdoppelt.“ Das Unternehmen plane, die Produktionskapazitäten für Wärmepumpen am Hauptsitz in Holzminden bis 2027 zu verdreifachen. Man werde in den kommenden Jahren über 600 Millionen Euro in Wärmepumpenfertigung investieren.

    Das Unternehmen Viessmann, das der Kanzler in dieser Woche besucht hat, investiert in den kommenden drei Jahren eine Milliarde Euro in Forschung, Entwicklung und Produktionskapazitäten, um schnell mehr Wärmepumpen zu produzieren. Bei dem Besuch von Olaf Scholz sagte Firmenchef Max Viessmann, es brauche eine Umstellung im ländlichen Bereich auf die Wärmepumpe, im städtischen Bereich vor allem auf Nah- und Fernwärmelösungen.

    Gasheizungen mit Wasserstoff betreiben?

    Auffällig dabei: Das Thema Wasserstoff spielte in den offiziellen Aussagen von Viessmann und Scholz keine Rolle. In der Vergangenheit hatte sich Max Viessmann immer wieder für den zukünftigen Einsatz von Wasserstoff beim Heizen starkgemacht. Immerhin können auch Gasheizungen unter bestimmten Umständen mit Wasserstoff betrieben werden – und mit Gasheizungen hat Viessmann bislang einen Großteil seines Umsatzes gemacht.

    >> Lesen Sie auch: Ist Heizen mit Holz eine ausgereifte Alternative zu Gas und Öl?

    Allerdings haben nicht nur einige Experten starke Zweifel, dass Wasserstoff im Heizungsbereich sinnvoll ist – sondern auch die neue Bundesregierung. Aus Branchenkreisen heißt es, dass es dadurch jetzt für Heizungsbauer schwer wird, noch maßgeblich auf diesen Weg zu setzen. Auch bei Viessmann stehen die Zeichen im Neugeschäft jetzt eindeutig auf Wärmepumpe.

    Dennoch wird es schwierig, die ambitionierten politischen Wärmepumpen-Ziele zu erfüllen. Noch mangelt es an Handwerkern, die für den Einbau von Wärmepumpen ausgebildet sind. Vor allem aber sorgen Lieferkettenchaos und Materialmangel für Engpässe bei den Wärmepumpen.

    Deutsche Heizungshersteller können aktuell kaum Wärmepumpen liefern

    Ein Sprecher des Zentralverbands Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) sagt: „Die deutschen Hersteller bauen gerade ihre Produktionsstrecken aus. Aber aktuell können sie nicht liefern.“ Er erläutert: „Wenn Sie heute eine Wärmepumpe ordern, können Sie frühestens im Frühjahr nächsten Jahres mit dem Einbau rechnen. Unsere Betriebe könnten im Moment jede Wärmepumpe installieren, wenn sie denn welche hätten.“

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    Eine Erhebung seines Verbands zeigt, dass 94 Prozent der Innungsbetriebe aktuell über Lieferprobleme vonseiten des Großhändlers oder Herstellers berichten. Zu Beginn der Coronapandemie waren es lediglich 31 Prozent. Bei den Produktgruppen mit besonderen Lieferschwierigkeiten dominiert die Wärmepumpe klar gegenüber Heizkesseln, Photovoltaik-Anlagen oder etwa Bademöbeln.

    Auch Generalsekretär Nowak vom europäischen Wärmepumpenverband sagt: „Um das deutsche Ziel von sechs Millionen Wärmepumpen bis 2030 zu schaffen, brauchen wir jedes Jahr einen Absatzzuwachs von etwa 25 Prozent. Das wird im ersten Halbjahr erreicht. Dieses Wachstum über das ganze Jahrzehnt aufrechtzuerhalten stellt allerdings eine Herausforderung dar.“

    Mehr: Stadtwerke erhöhen Gastarife massiv: „Es gibt eine größere Preiswelle“ – Weitere Anhebungen drohen

    Erstpublikation: 11.08.22, 04:00 Uhr.

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    9 Kommentare zu "Energieversorgung: 25 Prozent mehr Wärmepumpen: Die Strom-Revolution am Heizungsmarkt beginnt"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Eine Wärmepumpe ist keine Elektroheizung. Der weit überwiegende Teil der Energie wird der Umwelt, wie z.B. der Luft, entzogen. Das sollte bitte bei Effizienzaussagen wenigstens vorkommen.
      Entsprechend sind Aussagen, dass viele bestehende Gas- und Ölöfen in den Haushalten effizienter seinen als Stromerzeugung für Wärmepumpen in z.B. Gas- oder Öl- BAKW´s technisch und ökologischer Unsinn.

      Klimaneutral sind Wärmepumpen nur dann, wenn die erneuerbare Stromerzeugung entlang der Wertschöpfungskette hinzukommen. Wärmepumpen befähigen zu Klimaneutralität.

      Wenn diese Gesellschaft der nächsten Generation keinen verbrannten Planeten hinterlassen will, dann muss sie anfangen Wertschöpfungsketten zu transformieren. Auch wenn das unangenehm komplex ist.

    • Natürlich wird hier geflissentlich unterschlagen, was eine Wärmepumpe kostet. Für Otto Normalo ist das nämlich schlicht unbezahlbar:
      Erd-Wärmepumpe mit Wärmekollektor: ca. 20.000 - 25.000 Euro
      Erd-Wärmepumpe mit Erdsonde: ca. 25.000 - 30.000 Euro
      So gut wie niemand würde sich sowas freiwillig einbauen lassen, wenn er Alternativen hätte - womit es hier weitergeht:

      @ Olaf Scholz
      "Leider ist da ein großer Zwang vorhanden von unseren irrationalen Politikern."

      Wie sieht es mit der Energie in der BRD, also unter einer staatlichen Zwangsgewalt, aus?
      "Umfassende Bevorzugung und Querfinanzierung unzuverlässiger und teurer Energieträger, ideologisch motivierte Beschränkungen und Verbote von zuverlässigen und günstigen Energieträgern". (Titus Gebel: Freie Privatstädte. Mehr Wettbewerb im wichtigsten Markt der Welt, Walldorf 2018, S. 281)
      Konsequenz: bereits heute eine heftige Energiekrise!
      Wie würde es in einer Freien Prvatstadt, also OHNE staatliche Zwangsgewalt, aussehen?
      "Keine Vorgaben, ausgenommen bei Gefährdung anderer. Dem Markt überlassen, da günstige Energie der Schlüssel zu allem anderen ist." (Titus Gebel: ebd.)
      Den letzten Halbsatz kann man nicht oft genug wiederholen: Da günstige Energie der Schlüssel zu allem anderen ist!! Da hat es jemand voll und ganz verstanden im Gegensatz zu den irren, zerstörerischen Zwangs-Politikern!!
      Da es (voluntaristische) Freie Privatstädte (noch) nicht gibt, findet nichtsdestotrotz hier aber ein Wettbewerb zwischen Staaten mit Zwangsgewalt statt. Nur noch absolute Deppen (oder Menschen mit zu viel Heimatliebe wie ich) bleiben unter diesen Voraussetzungen noch in Deutschland. Russland etwa macht bereits aggressiv Werbung mit seiner billigen Energie, und beispielsweise Länder im Süden, in denen es im Winter nicht so kalt wird, werben um Deutsche, die dort überwintern wollen.

    • Sehr grenzwertiger Beitrag von Frau Krapp. Mit allen Mitteln wird versucht irgendwie eine tolle Wende bei den Heizungen herbeizureden. Leider ist da ein großer Zwang vorhanden von unseren irrationalen Politikern. Eine sachlichere Darstellung, ohne Zahlen-Jongliererei und versuchter Beeinflussung, hätte eine qualitativ besseren Eindruck hinterlassen.

    • Den zusätzlichen Stromverbrauch im Winter - der Heizperiode - deckt für die Wärmepumpe ein Braunkohlekraftwerk, dessen Wirkungsgrad - Übertragungsverluste eingerechnet - unter 45% liegt. Beim Betrieb einer modernen Ölheizung entsteht weniger CO₂ als das Braunkohlekraftwerk für die Erzeugung des Stroms für die Wärmepumpe emittiert. Die Ölheizung ist umweltfreundlicher und weitaus billiger als die Wärmepumpe. Zum anderen liefert sie höhere Vorlauftemperaturen als die Wärmepumpe, sodass sich der Hausbesitzer die extrem aufwendigen und kostspieligen Umbaumaßnahmen sparen kann.

    • Der Strom wird niemals für ALLES reichen, was auch immer die idiologischen GRÜNEN
      behaupten.
      Die umweltfreundlichste Variante bei Autos wären Elektroautos, die aber mangels Strom,
      geschoben werden müßten.
      Genauso passiert es auch mit Wärmepumpen.
      Wann endlich begreift auch der letzte Wähler, welch einen Schlamassel die Grünen mit Ihrer schnellen Umsetzung der erneuerbaren Energien angerichtet haben.
      Auch hier gilt, Augen zu und durch. Den "kleinen Bürger" beißen wieder die Hunde.

    • Ich gebe meinen beiden Vorkommentatoren ausdrücklich recht: woher soll der regenrativ erzeugte Strom im Winter für diese Heizungsmengen kommen? Die Einspeisungsquote für regenerative Energien liegt an den meisten Wintertagen bei 20% oder darunter. Dann heizen wir mit Kohlestrom und verkaufen dies den Bürgern als umweltfreundlich? Und wenn man die Statistik richtig liest, wurden immer noch fast 300.00 Gasheizungen im 1. Halbjahr verbaut, die die nächsten 25 Jahre laufen werden. Der Großteil der Häuslesbauer setzt defintiv nicht auf Wärmepumpen, vielelicht genau aus den oben genannten Gründen zuzüglich der sehr hohen Stromkosten.

    • Der Zuwachs der Wärmepumpen ist nur dann bemerkenswert, wann man sich ausschließlich die relativen Zahlen in Prozent anschaut. In absoluten Zahlen ist man von einer Revolution noch weit entfernt. Die zweite Frage, die sich bei der Elektrifizierung des Wärmemarktes stellt, wo soll dann der ganze Strom herkommen. Ich glaube, man läuft hier ganz schön in eine Versorgungsunterdeckung hinein, ohne sich vorher darüber Gedanken zu machen.

    • Die Frage ist berechtigt: Woher soll der Strom für die vielen Wärempumpen und Elektroautos kommen? Was wird das kosten und wie ökologisch wird dieser erzeugt? Werden die Netze nicht überlastet? Kann das bitteschön jemand erklären, danke.

    • "„Bemerkenswerter Zuwachs“ bei Wärmepumpen: Die Revolution am Heizungsmarkt beginnt"
      Von Revolution kann man nicht sprechen, schließlich werden die Gasheizungen von der Grünen Politik schlichtweg VERBOTEN!
      Es dürfte viele Menschen in Deutschland überraschen, wenn die vielen Wärmepumpen und Elektroautos "Strom ziehen", der gar nicht vorhanden ist - was passiert dann?
      Und im Moment sieht alles so aus, als würde Atomkraft und Kohle reaktiviert. Ökologisch ist zumindest die Reaktivierung der Kohle nicht! Bei Atomkraft scheiden sich die Geister!

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