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Premium Immobilienpreise Wie es mit den Bauzinsen am Immobilienmarkt weitergeht

Die steigenden Bauzinsen haben den Boom am Immobilienmarkt beendet. Die Baufinanzierungsplattform Baufi24 gibt einen Ausblick, wie sich die Konditionen nun entwickeln werden.
21.09.2022 - 16:54 Uhr Kommentieren
Baufi24 und die Entwicklung der Bauzinsen Quelle: dpa
Baufinanzierung

Am Immobilienmarkt herrscht Unsicherheit über die weitere Preisentwicklung. Aber deutlich fallende Preise seien nicht zu erwarten, meint man beim Baufinanzierungsvermittler Baufi24.

(Foto: dpa)

Frankfurt Die Unsicherheit am deutschen Immobilienmarkt ist derzeit groß: Erstmals seit Jahren fallen mancherorts die Preise für Häuser und Wohnungen, und Experten warnen, dass der seit über zehn Jahren andauernde Boom zu Ende sei. Doch eine Krise mit stark fallenden Preisen erwartet der Baufinanzierungsvermittler Baufi24 nicht, wie der künftige Vertriebsvorstand Benjamin Papo dem Handelsblatt sagt. „Von einer großen Preiskorrektur sind wir weit entfernt“, unterstreicht der Manager.

Zudem biete das neue Umfeld auch Chancen, ergänzt Baufi24-CEO Tomas Peeters: „Käufer können verhandeln und müssen nicht mehr betteln, um einen Besichtigungstermin zu bekommen“, sagt er. „Gerade in den Ballungsgebieten steigen damit die Möglichkeiten, wieder eine Immobilie zu finden.“

Denn auch wenn die Bauzinsen seit einiger Zeit deutlich gestiegen sind und sich damit die Finanzierungsbedingungen für den Kauf einer Immobilie deutlich verschlechtert haben: Komplett abhaken müssten Immobilienkäufer ihr Vorhaben nicht, sagt Peeters, wenn man bei der Strukturierung der Finanzierung einige Anpassungen vornehme. Einige Immobilienkäufer würden das auch bereits tun, hat er beobachtet.

Baufinanzierung: Baufi24 empfiehlt wegen hoher Bauzinsen längere Zinsbindung

„Viele Kunden bringen mehr Eigenkapital ein, rund fünf Prozent mehr als vor einem Jahr“, berichtet Peeters. Entsprechend würden die Kreditvolumina um rund fünf Prozent sinken. Damit steige auch die monatliche Belastung für den Kauf der Immobilie nicht so stark, wie es andernfalls wegen der höheren Bauzinsen der Fall wäre.

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    Der zweite Weg, die höheren Finanzierungskosten auszugleichen, wäre eine Verlängerung der Zinsbindung, also einen Immobilienkredit nicht nur über zehn, sondern vielleicht 15 oder 20 Jahre abzuschließen. Beides sei „eine gute Möglichkeit, wie man trotz der aktuell steigenden Bauzinsen den Immobilienkauf zu einer gleichbleibenden Monatsrate finanzieren kann“.

    Dass sich die Finanzierungskonditionen mittelfristig wieder zugunsten von Käufern ändern, erwartet der Manager nicht: Die Bauzinsen, die Anfang des Jahres noch bei gut einem Prozent für eine zehnjährige Zinsbindung gelegen hatten, zwischenzeitlich sogar bis auf 3,4 Prozent gestiegen waren und nun 3,2 Prozent betragen, werden ihren Anstieg fortsetzen, meint er.

    Steigende Bauzinsen und teurere Baufinanzierung für Immobilien erwartet

    Auch die Immobilienbranche in Deutschland erwartet wegen der kräftigen Leitzinserhöhung der Europäischen Zentralbank nun teurere Finanzierungen für Käufer. „In der Folge werden jetzt wohl Zinsen für Immobilienkredite weiter steigen und den Druck auf den Wohnimmobilienmarkt erneut erhöhen“, sagte Oliver Wittke, Hauptgeschäftsführer des Zentralen Immobilien-Ausschusses (ZIA), in Berlin. Auch für den Markt der Gewerbeimmobilien werde es durch die Leitzinsanhebung „noch einmal schwieriger“.

    „Zwar hat der Markt einen Teil der Zinserhöhungen durch die EZB bereits eingepreist, aber nicht alles“, sagt Peeters. „Wir erwarten, dass die Hypothekenzinsen für zehnjährige Darlehen zum Ende des Jahres zwischen 3,5 und 4,0 Prozent liegen werden.“ Ganz aufgeben sollte man deswegen den Traum von den eigenen vier Wänden aber nicht, meint er. Generell sei es aber „noch immer sinnvoll, sich eine Immobilie zu kaufen, wenn man die entsprechende monatliche Rate leisten kann“, ist der Experte überzeugt.

    Bauzinsen bleiben laut Interhyp volatil

    Im Bauzins sei ein seit einigen Wochen prognostizierter Zinsschritt der EZB von 0,50 Prozentpunkten größtenteils eingepreist gewesen, findet Mirjam Mohr, Vorständin für das Privatkundengeschäft beim Baufi24-Rivalen Interhyp.

    Die vollzogene Erhöhung von 0,75 sei dagegen ein Paukenschlag, aber auch diese hätten einige Marktteilnehmer schon berücksichtigt. „Wir erwarten nach der EZB-Entscheidung Volatilität, aber grundsätzlich weiter leicht steigende Bauzinsen in den kommenden Monaten“, sagt die Expertin voraus. Für Immobilienkäufer bleibt die Finanzierung damit ein Nervenspiel.

    Mehr: Sieben Risiken, die Sie vor dem Hauskauf kennen sollten.

    Erstpublikation: 08.09.2022, 12:04 Uhr (aktualisiert am 08.09.2022, 16:16 Uhr).

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