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Premium Umfrage Das sind die gefragtesten Arbeitgeber in Deutschland – und nach diesen Fachkräften suchen sie

Platz eins belegt zum elften Mal in Folge derselbe Konzern. Insgesamt liegen Tech- und Autobranche bei potenziellen Kandidaten vorn – und auch eine Behörde reizt viele.
17.06.2022 - 16:01 Uhr Kommentieren
Tech- und Automobilkonzerne sind in den Top Ten oft vertreten. (Fotos: Reuters, Bloomberg, dpa)
Tesla, Google, Bosch

Tech- und Automobilkonzerne sind in den Top Ten oft vertreten.

(Fotos: Reuters, Bloomberg, dpa)

Berlin Der Fachkräftemangel greift um sich – und spielt Kandidaten in die Karten, die einen Jobwechsel erwägen. Nun zeigt sich: Sogar viele Menschen, die mit ihrer Stelle glücklich sind, denken über eine Alternative zu ihrer aktuellen Position nach.
Das ist eines der wichtigsten Ergebnisse einer Befragung des Marktforschers Trendence, die dem Handelsblatt exklusiv vorliegt. Jedes Jahr befragt Trendence dafür Akademiker in Deutschland mit Universitäts- oder Hochschulabschluss. In diesem Jahr waren es mehr als 16.000.

Ein Drittel der Befragten ist nach eigenen Angaben offen für Jobangebote, ein weiteres Drittel sucht „ab und zu“ nach einer neuen beruflichen Herausforderung, und 15 Prozent gehen aktiv auf Jobjagd. Gleichzeitig gaben mehr als 80 Prozent der Befragten an, zufrieden mit ihrer aktuellen Stelle zu sein. Wie passt das zusammen?

Amazon, Tesla & Co.: Die Top-Ten der beliebtesten Arbeitgeber in Deutschland

„Arbeitnehmer bemerken einfach, dass es sich lohnen kann, den eigenen Status quo zu hinterfragen. Sie sind mit ihren Arbeitgebern nicht verheiratet“, sagt Robindro Ullah, Chef des Trendence Instituts. Wer glücklich sei, könne trotzdem offen für ein Upgrade sein.

Auch nach ihren Wunscharbeitgebern fragt Trendence die Teilnehmer jedes Jahr. Aus den Antworten entsteht eine Liste der beliebtesten Arbeitgeber. Hier finden Sie die Top Ten – Platz zehn ist doppelt belegt.

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    Platz zehn: Tesla

    Tesla Quelle: IMAGO/Political-Moments
    Tesla-Gigafactory in Grünheide

    Hier sollen künftig bis zu 12.000 Menschen arbeiten.

    (Foto: IMAGO/Political-Moments)

    Deutschlandweit sind bei dem Elektroautohersteller aktuell mehr als 750 Stellen ausgeschrieben – gut zwei Drittel davon für die Gigafactory in Grünheide bei Berlin. Bis Ende des Jahres soll noch eine vierstellige Zahl an Mitarbeitern angestellt werden, speziell in der Gigafactory. Dort arbeiten schon jetzt etwa 4000 Menschen. Bei Vollauslastung werden es bis zu 12.000 sein, heißt es vom Unternehmen.

    Besonders Ingenieurinnen und Ingenieure sind bei Tesla gefragt, zum Beispiel um Produktionsprozesse neu aufzubauen und zu verbessern oder um Abläufe zu automatisieren.

    Platz zehn: Amazon

    Amazon Quelle: dpa
    Amazon-Lager in Brandenburg

    Der Versandhändler will mehr als 6000 neue Stellen in Deutschland aufbauen.

    (Foto: dpa)

    In Deutschland beschäftigt der weltgrößte Onlineversandhändler 30.000 Menschen – bis Ende des Jahres sollen es 36.000 werden. Die Arbeitsplätze entstehen in sämtlichen Geschäftsbereichen und an allen Standorten, heißt es von einem Amazon-Sprecher. Entsprechend vielfältig seien die Anforderungen: „Neben Arbeitsplätzen, für die keine Vorqualifikation erforderlich ist, gibt es Stellen für Berufs- und Quereinsteiger sowie für hochqualifiziertes Personal aus der Spitzenforschung.“

    Besonders gefragt sind aktuell etwa Expertinnen und Experten im Bereich „Retail und Marketplace“, die Berufserfahrung und Abschlüsse in Finanzen oder Mathematik mitbringen. Sie können zum Beispiel als Marketplace Consultants oder Brand Specialists bei Amazon Karriere machen.

    Auch im Bereich „Amazon Business“ wird Verstärkung benötigt. Gesucht sind hier besonders Frauen: „Die deutsche Sales- und Marketingbranche ist sehr männerdominiert. Wir wollen dieses Ungleichgewicht ändern“, heißt es vom Konzern. Frei sind hier zum Beispiel Jobs als Account Managerin oder Senior Product Manager.

    Platz neun: Microsoft

    Microsoft Quelle: dpa
    Microsoft-Deutschland-Zentrale in München

    Der IT-Konzern sucht auch Kandidaten, die gerade erst ihr Studium abgeschlossen haben.

    (Foto: dpa)

    Der IT-Riese hat in Deutschland gerade vor allem technische Vertriebsrollen und Stellen für Sales-Spezialisten zu besetzen. Auch Absolventinnen und Absolventen, die gerade frisch von der Uni kommen, haben Chancen: Von insgesamt 392 offenen Stellen gehören 39 zum sogenannten „University-Recruiting“-Bereich. Sie sollen mit Talenten besetzt werden, die ihr Studium gerade erst abgeschlossen haben.

    Beispiele für Jobprofile, die es bei Microsoft in Deutschland zu besetzen gilt, sind Cloud Solution Architects und Customer Engineers. Erstere planen, entwickeln und steuern Cloud-Netzwerke. Letztere dienen Kunden als technische Ansprechpartner und Berater.

    Platz acht: Auswärtiges Amt

    Auswärtiges Amt Quelle: dpa
    Auswärtiges Amt in Berlin

    Wer für das Außenministerium arbeitet, sollte bereit sein, häufig den Wohnort zu wechseln.

    (Foto: dpa)

    Das Außenministerium ist ein Neuling in den Top Ten, rangierte 2021 noch auf Platz sechzehn. Aktuell arbeiten an den Standorten in Berlin und Bonn etwa 3000 Menschen. Weitere 3000 sind es in den rund 230 Auslandsvertretungen in der ganzen Welt.

    Auch die Behörde ist vom IT-Fachkräftemangel betroffen: Unterschiedliche Stellen im IT-Bereich müssen besetzt werden, besonders weibliche Bewerber sind gern gesehen. Noch bis zum 3. Juni können sich etwa IT-Projektmanagerinnen bewerben.

    Insgesamt, so heißt es aus dem Ministerium, seien jährlich 250 Personen gesucht, die unterschiedliche Funktionen in Botschaften, Generalkonsulaten und anderen deutschen Auslandsvertretungen besetzen – und denen es nichts ausmacht, alle drei bis vier Jahre das Land ihrer Tätigkeit zu wechseln.

    Das Auswärtige Amt nutzt im Recruiting ein mehrstufiges Auswahlverfahren, in dem unter anderem Fremdsprachenkenntnisse sowie interkulturelle und soziale Fähigkeiten geprüft werden. Für die klassischen Beamtenlaufbahnen im Auswärtigen Dienst sucht die Behörde jedes Jahr 50 bis 100 Anwärter, die sich unter anderem für Außenwirtschaftspolitik, Völkerrecht oder Pressearbeit interessieren. Großer Bedarf besteht auch im Bereich Fremdsprachenassistenz im In- und Ausland.

    Weil das Auswärtige Amt den Bereich Klima- und Energieaußenpolitik in Kürze personell stärken will, sollen bald außerdem mehrere Stellen für Referentinnen und Referenten in der internationalen Klimapolitik ausgeschrieben werden.

    Platz sieben: Airbus

    Flugzeugbauer Airbus Quelle: dpa
    Ein Airbus-Großraumtransportflugzeug am Flughafen Bremen

    Der Flugzeugbauer sucht Fachkräfte, die sich mit neuen Energieträgern auskennen.

    (Foto: dpa)

    Der Flugzeugbauer beschäftigt deutschlandweit 47.000 Menschen, 838 Jobs sind derzeit auf der konzerneigenen Karriereseite ausgeschrieben. Gesucht sind Talente mit Expertise in den Bereichen digitale Transformation und Cyber-Security, heißt es vom Unternehmen.

    Außerdem braucht Airbus Fachkräfte, die sich im Bereich neue Energien – insbesondere mit Wasserstoff – auskennen. Bis 2035 will Airbus das erste Wasserstoffflugzeug auf den Markt bringen.

    Platz sechs: Mercedes-Benz Group

    Mercedes-Benz Quelle: dpa
    Fahnen mit Mercedes-Benz-Logo

    Der Autobauer stellt gerade besonders viele Softwareexperten ein.

    (Foto: dpa)

    2021 beschäftigte der Autobauer in Deutschland rund 116.000 Menschen. Ende 2021 kündigte der Konzern an, für die Entwicklung des Betriebssystems MBOS am Stammwerk in Sindelfingen 1000 neue Stellen schaffen zu wollen. 800 von ihnen sind laut einer Sprecherin mittlerweile besetzt.

    Mercedes sucht nach wie vor Expertinnen und Experten für den Bereich Embedded Software und Software-Architektur. Außerdem sind vereinzelt Stellen in der Cyber-Security und im Bereich funktionale Sicherheit zu besetzen.

    Platz fünf: Bosch

    Bosch Quelle: picture alliance/dpa
    Bosch-Konzernzentrale in Stuttgart

    Auch der Autozulieferer sucht viele IT-Fachkräfte.

    (Foto: picture alliance/dpa)

    Bei Bosch sind derzeit mehr als 2600 Stellen ausgeschrieben. Insgesamt arbeiten bei dem Technologiekonzern deutschlandweit rund 131.700 Mitarbeiter. Gesucht sind gerade hauptsächlich IT-Fachleute. Zu besetzen sind etwa Stellen im Bereich Softwareentwicklung, vor allem Kandidatinnen mit Kenntnissen in den Programmiersprachen C++ und Java sind begehrt.

    Außerdem gefragt: Experten für vernetztes und automatisiertes Fahren, vor allem Informatikerinnen mit Schwerpunkt Robotik, KI und Data Security. Bosch braucht außerdem Elektrotechniker und Physikerinnen mit Spezialkenntnissen im Bereich Halbleiter.

    Platz vier: Google

    Google Quelle: Getty Images
    Das Google-Deutschland-Büro in Berlin

    Der Tech-Riese braucht erfahrene People Manager, die im Konzern den Kulturwandel vorantreiben sollen.

    (Foto: Getty Images)

    Die 200 freien Stellen, die Google Deutschland gerade ausschreibt, richten sich an Fachleute aus den Bereichen Software Engineering, UX-Design, Projektmanagement, Systemberatung und Vertrieb.

    Besonders gefragt sind bei Google gerade auch Softwareentwickler, sowohl auf Einstiegs- als auch auf Führungsebene. Außerdem braucht der Tech-Riese erfahrene People Manager, die im Konzern den Kulturwandel vorantreiben sollen. Man sei in diesem Bereich etwa auf der Suche nach erfahrenen Engineering Managerinnen und Tech Leads, heißt es von Google.

    Platz drei: Porsche

    Porsche Quelle: Reuters
    Porsche-Fabrik in Stuttgart-Zuffenhausen

    Neue Fachleute sollen den Wandel zur Elektromobilität vorantreiben.

    (Foto: Reuters)

    Gemeinsam mit ihren Tochtergesellschaften beschäftigt die Porsche AG in Deutschland rund 33.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Am gefragtesten sind bei dem Autobauer gerade IT-Expertinnen, vor allem aus den Bereichen Data Science und KI, Elektromobilität, Software Engineering, Digital Security, Automatisierung und Digitale Produkte.

    Bei Elektroautos soll der Taycan erst der Anfang sein. Bis 2030 will Porsche den Anteil aller Neufahrzeuge mit einem vollelektrischen Antrieb auf mehr als 80 Prozent steigern. Damit das Realität werden kann, brauche es außerdem Personal, um die Ladeinfrastruktur auszubauen und eigene Batteriezellen und -systeme zu entwickeln.

    Platz zwei: Audi

    Audi Quelle: Reuters
    Audi-Konzernzentrale in Ingolstadt

    Neue Antriebskonzepte sind in der Entwicklungsabteilung das dominierende Thema.

    (Foto: Reuters)

    Derzeit sind bei dem Premium-Autobauer 343 Stellen ausgeschrieben. Insgesamt beschäftigt Audi in Deutschland rund 58.000 Menschen. Der Fokus bei den Zukunftsarbeitsplätzen liege derzeit klar in den Bereichen IT, Automatisierung und Elektromobilität, sagt eine Sprecherin. „Im Recruiting suchen wir daher aktuell vor allem in der Unternehmens-IT, der Forschung und Entwicklung sowie im Einkauf und der Beschaffung.“

    In der IT seien etwa Software-Entwicklerinnen, Data Analysts und IT Security Officer gefragt – unter anderem, um die digitale Transformation des Unternehmens mitzugestalten. Neue Antriebskonzepte wiederum sind in der Entwicklungsabteilung das dominierende Thema. „Besonders gefragt sind dabei Berufe im Bereich der Batterietechnologie.“ Außerdem sucht Audi aktuell nach erfahrenen Einkäuferinnen, die unter anderem Verhandlungen mit Lieferanten im In- und Ausland führen.

    Platz eins: BMW

    BMW Quelle: dpa
    BMW-Zentrale in München

    Wie in vielen anderen Unternehmen sind auch hier Menschen gefragt, die sich mit SAP-Prozessen auskennen.

    (Foto: dpa)

    Der Autobauer ist zum elften Mal in Folge Sieger des Trendence-Rankings. Rund 140.000 Beschäftigte hat der Autokonzern in Deutschland – und 1747 neue Mitarbeiter sucht man dort aktuell. Besetzen will BMW die Stellen mit unterschiedlichen Expertinnen und Experten.

    Konkret sucht BMW etwa Fachleute für die Batterieforschung und das automatisierte Fahren, aber auch Softwareentwickler, IT-Architekten für Datenbanken und Cloud-Systeme sowie App-Entwicklerinnen für Info- und Entertainment.

    Auch Ingenieure sind bei BMW begehrt, etwa um neuartige Fahrzeugprototypen mit Virtual-Reality-Konzepten zu kombinieren. Außerdem sucht der Autohersteller nach Big-Data-Spezialistinnen, IT-Architekten, Softwareentwicklerinnen und Steuerungstechnikern. Wie in vielen anderen Unternehmen sind auch bei BMW zudem Menschen gefragt, die sich mit SAP-Prozessen auskennen.

    Mehr: Köln statt Harvard: Von diesen zehn Unis kommt ein Drittel der Dax-Manager

    Erstpublikation: 30.05.22, 08:11 Uhr.

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