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Premium Heizkosten Pelletheizung, Wärmepumpe und Fernwärme im Vergleich – Was ist noch bezahlbar?

Hohe Energiepreise machen den Heizungstausch zum wichtigen Thema. Heizt es sich mit Öl, Gas, Strom, Holz oder Fernwärme am günstigsten? Ein Überblick.
23.09.2022 - 08:13 Uhr 14 Kommentare
Der hohe Gaspreis sorgt für steigende Heizkosten Quelle: imago/Rene Traut
Steigende Heizkosten

Weil der Gaspreis so hoch ist, denken immer mehr Menschen über Heizen per Wärmepumpe, Pelletheizung oder mit Unterstützung von Solarthermie oder Brennstoffzellenheizung nach.

(Foto: imago/Rene Traut)

Düsseldorf Die stark steigenden Energiekosten lassen viele Deutsche über das Thema Heizungstausch nachdenken. Informationen und Angebote gibt es einige – doch welche Heizungsart ist am günstigsten? Angesichts der hohen Energiepreise kommt es nicht nur auf die Anschaffungskosten an, sondern auch darauf, was Verbraucher für den Betrieb zahlen. Aktuelle Preisvergleiche sind schwierig zu finden.

Das Handelsblatt hat gemeinsam mit der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen ausgerechnet, wie teuer das Heizen mit verschiedenen Technologien in einem typischen deutschen Vier-Personen-Haus ist. Die Beispielrechnungen beziehen sich auf ein frei stehendes Einfamilienhaus, Baujahr 1985, mit 150 Quadratmeter Wohnfläche.

Wie viel Verbraucher über die Jahre für eine Heizung zahlen, hängt von zahlreichen kleinteiligen Faktoren ab, wie die Häufigkeit der Wartung, Entwicklung der Strom- und Gaskosten sowie Lebensdauer der verschiedenen Heizungsarten. Das konnte in der Beispielrechnung nicht alles berücksichtigt werden, sie ersetzt keinen professionellen Vollkostenvergleich, ist aber ein guter Anhaltspunkt, um einen ersten Überblick zu erhalten.

Heizkosten-Vergleich: Taugen Wärmepumpe oder Fernwärme als Ersatz für alte Gasheizungen?

Die Musterfamilie besitzt eine mehr als 20 Jahre alte, ineffiziente Gasheizung und eine zentrale Warmwasserbereitung. Die Familie bekommt die stark gestiegenen Gaspreise zu spüren. Außerdem hat der Schornsteinfeger sie gewarnt, dass ihre alte Gasheizung in ein bis zwei Jahren kaputtgehen könnte.

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    Die Familie rechnet zunächst aus, wie viel sie aktuell für das Heizen bezahlen muss. Sie benötigt 18.000 Kilowattstunden (kWh) Energie pro Jahr, um ihre Räume warm zu halten. Hinzu kommen 2000 Kilowattstunden für warmes Wasser. Es reicht allerdings nicht, wenn die alte Gasheizung 20.000 Kilowattstunden Gas verfeuert. Denn ihr Wirkungsgrad liegt nur bei 0,8. Das bedeutet, die Gasheizung muss eine Kilowattstunde Gas verfeuern, um 0,8 Kilowattstunden Wärme zu erzeugen. Im Beispielfall braucht sie also 25.000 Kilowattstunden Gas pro Jahr.

    Grafik

    Die Familie rechnet mit einem Gaspreis von 0,18 Euro pro Kilowattstunde. So ergeben sich Kosten von 4500 Euro pro Jahr. Das ist mehr als doppelt so viel wie die Familie noch vor einem Jahr bezahlt hätte. Klar ist: Ersatz muss her.

    Wie stark senkt eine moderne Gasheizung die Heizkosten?

    Am einfachsten erscheint es zunächst, die alte, ineffiziente Gasheizung durch eine neuere zu ersetzen. Diese hat einen Wirkungsgrad von 0,9 statt 0,8. Sie verfeuert also nur 22.222 Kilowattstunden Gas pro Jahr. So kann die Familie ihre Gasrechnung von 4500 auf 4000 Euro senken.

    Natürlich muss sie die neue Heizung aber auch erst einmal anschaffen. Hierfür rechnet die Verbraucherzentrale NRW inklusive

    >>Lesen Sie auch: Gaspreise 2022: So teuer ist Gas aktuell

    Warmwasserspeicher mit Kosten von etwa 12.000 Euro. Rechnet man diese Kosten mit ein, fallen in den kommenden 20 Jahren insgesamt 92.000 Euro an.

    Wie günstig ist Heizen mit einer Wärmepumpe über Netzstrom?

    Am liebsten würde die Familie ganz unabhängig vom teuren Gas werden. Sie denkt über eine Wärmepumpe nach. Diese Heizungsart wandelt Wärme aus der Umwelt mithilfe von Strom in Heizwärme um. Der Vorteil: Aus einer Kilowattstunde Strom macht sie mehrere Kilowattstunden Wärme. Es gibt zwei wesentliche Arten von Wärmepumpen.

    Für eine Luftwärmepumpe rechnet die Verbraucherzentrale mit einem Wirkungsgrad von 3,2. Für ihre 20.000 Kilowattstunden Wärmebedarf bräuchte die Musterfamilie damit nur 6250 Kilowattstunden Strom. Doch auch der ist teuer. Die Familie rechnet mit einem Strompreis von 40 Cent je Kilowattstunde. So kommen pro Jahr Betriebskosten von 2500 Euro zusammen.

    Kostspieliger ist hingegen die Anschaffung des Geräts: Die Verbraucherzentrale veranschlagt hierfür 25.000 Euro. Dank einer staatlichen Förderung kann die Familie davon noch 35 Prozent abziehen. So landet sie bei 16.250 Euro. Insgesamt entstehen ihr für 20 Jahre Kosten von 66.250 Euro.

    Eine Alternative ist die Erdwärmepumpe, auch Solewärmepumpe genannt. Sie entzieht nicht der Umgebungsluft, sondern dem Boden Wärme. Ihr Wirkungsgrad ist etwas höher als bei der Luftwärmepumpe. Deshalb verbraucht sie jährlich nur Strom für 2286 Euro.

    Luftwärmepumpe Quelle: dpa
    Luftwärmepumpe

    Diese Heizungsart wandelt Wärme aus der Umwelt mithilfe von Strom in Heizwärme um.

    (Foto: dpa)

    Die Anschaffung der Erdwärmepumpe ist wesentlich teurer als die der Luftwärmepumpe, wird aber auch mehr gefördert. Zieht man diese Förderung ab, würde sie etwa 19.800 Euro kosten. Damit lägen die Gesamtkosten für 20 Jahre bei 65.514 Euro. Zusatzkosten wie eine möglicherweise nötige Dämmung sowie der Austausch alter Fenster und Heizkörper werden hierbei allerdings nicht berücksichtigt. Zudem beträgt die Wartezeit für Wärmepumpen aktuell bis zu einem Jahr.

    Wie günstig ist Heizen mit einer Wärmepumpe über Photovoltaik?

    Die Musterfamilie überlegt, ob sie die Betriebskosten nicht noch weiter reduzieren kann. Wenn sie ihren eigenen Strom erzeugt, wird die Rechnung günstiger. Sie erwägt, zusätzlich zu einer Luftwärmepumpe eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von sechs Kilowattpeak für ihr Dach zu bestellen. Beides zusammen kostet in der Anschaffung inklusive Förderung 26.250 Euro.

    Die Photovoltaikanlage soll etwa 20 Prozent des Strombedarfs für die Wärmepumpe abdecken. So muss die Familie nur noch 5000 Kilowattstunden Strom bezahlen, also 2000 Euro. Darüber hinaus erzeugt die Solaranlage weitere 4750 Kilowattstunden Strom außerhalb der Heizsaison.

    Diesen speist die Familie teils für acht Cent je Kilowattstunde ins Netz ein und nutzt den Rest für Haushaltsstrom selbst. Das bringt ihr dank Einspeisevergütung und Stromkostenersparnis insgesamt 556 Euro ein. Sie zahlt also unterm Strich nur 1444 Euro im Jahr für ihren Heizstrom. So liegt sie für 20 Jahre bei 55.130 Euro.

    Wie teuer ist Heizen mit Wärmepumpe und Gaskessel?

    Bei genauerem Nachdenken befürchtet die Musterfamilie, dass eine Wärmepumpe womöglich nicht ausreicht, um ihr Haus auch an sehr kalten Wintertagen zu heizen. Möglich wäre es, statt einer teuren Photovoltaikanlage zusätzlich zur Luftwärmepumpe einen neuen Gas-Spitzenlastkessel einzubauen.

    Die Wärmepumpe muss so nur 65 Prozent der Heizleistung erbringen, die Familie zahlt also für 4063 Kilowattstunden Strom 1625 Euro. Hinzu kommen die 35 Prozent Heizleistung der Gasheizung. Für die notwendigen 7777 Kilowattstunden Gas zahlt die Familie 1400 Euro. Insgesamt sind das Betriebskosten von 3025 Euro.

    In der Anschaffung kostet die Hybridheizung inklusive Förderung etwa 21.250 Euro, so entstehen in 20 Jahren Kosten von 81.750 Euro.

    Was kostet Heizen mit Gasheizung und Solarthermie?

    Nun überlegt die Familie noch, ob als Zusatz zum Spitzenlast-Gaskessel statt einer Wärmepumpe Solarthermie infrage käme. Thermische Solaranlagen erzeugen im Gegensatz zu Photovoltaik keinen Strom, sondern warmes Wasser. So muss die Gasheizung nicht 20.000 Kilowattstunden Wärme erzeugen, sondern nur noch 15.000. Dafür braucht sie wegen ihres Wirkungsgrades 16.666 Kilowattstunden Gas, was Kosten von 3000 Euro entspricht.

    Die Solarthermie-Anlage kostet inklusive Förderung 9000 Euro, in Kombination mit einer neuen Gasheizung 17.000 Euro. Für 20 Jahre schlägt diese Lösung mit 77.000 Euro zu Buche.

    Welche Heizkosten verursacht eine Pelletheizung im Vergleich?

    Ein Nachbar erzählt der Musterfamilie, dass er künftig auf etwas ganz anderes setzt: Heizen mit Holz. Die Familie informiert sich deshalb zum Thema Pellet-Zentralheizungskessel. Eine Pelletheizung müsste 22.222 Kilowattstunden aufwenden, um den Wärmebedarf der Familie zu decken. Die Kosten für Pellets schwanken stark, die Familie geht aber von einem Preis von 11 Cent pro Kilowattstunde aus. Somit müsste sie 2444 Euro jährlich für die Pellets bezahlen.

    Inklusive Förderung kostet der Pellet-Kessel 20.000 Euro. In 20 Jahren kommen damit 68.889 Euro zusammen. Zudem fallen bei Holzheizungen recht hohe Wartungskosten an, etwa für den Schornsteinfeger. Diese vernachlässigt die Familie aber erst einmal für alle Heizungsarten.

    Wie teuer ist Heizen mit Brennstoffzellenheizung und Gaskessel?

    Der Nachbar der Musterfamilie hat noch eine andere Idee: Er hat etwas von einer Brennstoffzellenheizung gehört. Die Familie setzt sich genauer damit auseinander. Eine solche Anlage erzeugt aus einem Brennstoff wie Erdgas oder Wasserstoff zusammen mit Sauerstoff Strom. Sie ist also nur nebenbei eine Heizung. Deshalb kommt sie nur in Kombination mit einem Gas-Spitzenlastkessel infrage.

    Die Verbraucherzentrale geht davon aus, dass die Brennstoffzellenheizung etwa 10.000 Kilowattstunden an Gas pro Jahr verbraucht und somit im Betrieb 1800 Euro kostet. Damit erzeugt sie 6000 Kilowattstunden Wärme. Die restlichen 14.000 Kilowattstunden muss der Gaskessel zu einem Preis von 2800 Euro erzeugen.

    Die Brennstoffzellenheizung produziert außerdem noch 3750 Kilowattstunden Strom. Der Einfachheit halber geht die Familie davon aus, dass sie diesen vollständig selbst verbraucht und so 1500 Euro im Jahr spart. In der Realität dürfte der Eigenverbrauch geringer sein, was die Rechnung aber noch einmal komplizierter machen würde. So liegen die gesamten Betriebskosten bei 3100 Euro.

    >> Lesen Sie auch: 12.000 Euro im Jahr: So teuer wird es, ein Haus mit Gas zu heizen

    Teuer ist die Brennstoffzellenheizung in der Anschaffung. Inklusive Förderung und Gas-Spitzenlastkessel geht die Verbraucherzentrale von rund 26.138 Euro aus. Damit lägen die Gesamtkosten nach 20 Jahren theoretisch bei 88.138 Euro – wobei es unwahrscheinlich ist, dass die Heizung tatsächlich so lange hält.

    Wie hoch sind die Heizkosten von Fernwärme?

    Als die Familie endlich alle Varianten durchgerechnet hat, stellt sie fest, dass für sie auch ein Fernwärmeanschluss infrage kommt. Laut Verbraucherzentrale schwanken die Kosten dafür enorm. Die Familie rechnet jährlich mit Betriebskosten von 20 Cent pro Kilowattstunde, auch wenn sie ahnt, dass dieser Preis in den kommenden Jahren steigen könnte. Sie geht von einem Effizienzgrad von 100 Prozent aus und kommt so auf jährliche Betriebskosten von 4000 Euro.

    Hinzu kommen einmalige Anschlusskosten, die die Familie mit 1500 Euro beziffert. Sie freut sich darüber, dass bei Fernwärme anders als bei anderen Heizungstechnologien keine Wartungen nötig sind. Nach 20 Jahren beliefen sich die Kosten insgesamt auf 81.500 Euro.

    Heizkosten: Wärmepumpe mit Solaranlage im Vergleich am günstigsten

    In der Rechnung der Musterfamilie gewinnt die Luftwärmepumpe, die von einer Photovoltaikanlage unterstützt wird. Sie ist auf 20 Jahre gerechnet am günstigsten. Am teuersten ist eine neue, allein stehende Gasheizung. Die Familie weiß, dass all ihre Berechnungen von gleichbleibenden Energiepreisen ausgehen und sie viele individuelle Faktoren ausgelassen haben. Eine finale Entscheidung sollte daher immer mit einem Experten abgeklärt werden.

    Mehr: Diese Konzerne wollen Geld aus der Gas-Umlage – und verdienen gleichzeitig Milliarden

    Erstpublikation: 21.08.2022, 12:27 Uhr.

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    14 Kommentare zu "Heizkosten: Pelletheizung, Wärmepumpe und Fernwärme im Vergleich – Was ist noch bezahlbar?"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Netter Bericht. Aber Dank der Politik hier zu Lande, übersteigen die Lieferzeiten der Systeme ja die zeitliche Planungssicherheit.

    • @Herr Neufeld,
      haben Sie schon eine Vorstellung, wie sich der kWh-Preis für grünen Wasserstoff in den nächsten Jahren für den Endverbraucher in Deutschland entwickeln wird?. Ich meine konkret in Zahlen.

    • In der Tabelle vermisse ich leider den im Titel genannten Vergleich mit Heizöl.

    • Bei der aktuellen Wartung der Gas-Zentralheizung ergab sich zu der Thematik ein aufschlussreiches Gespräch mit unserem Fachhandwerker. Wie zuletzt in verschiedenen Medien berichtet erläuterte er, dass nach seiner Praxiserfahrung ein Gas-Gemisch aus 80% Erdgas und 20% Wasserstoff bereits jetzt sowohl bei neuen als auch älteren Anlagen unproblematisch verbrannt werden könne, ohne Veränderungen am Gasbrenner vornehmen zu müssen. Auch ohne die künstliche Beimischung von Wasserstoff sei das Brenngas Erdgas ein Gasgemisch, dessen Zusammensetzung im Jahresablauf in Abhängigkeit von der Bezugsquelle und dem saisonalem Wärmebedarf schwanke.

      Eine gezielte flächendeckende Umrüstung von Gasbrennern von Zentralheizungsanlagen, so dass diese in die Lage versetzt würden deutlich höhere Volumenanteile als 20% Wasserstoff im Brenngasgemisch zu verarbeiten, könnte perspektivisch eine kostengünstige und nachhaltige Alternative zur Reduzierung des Erdgasverbrauches sein.
      Im Vergleich zu einer Neuinvestition in eine Wärmepumpen-Anlage bei Bestandsimmobilien würde der Umbau oder Austausch eines H2-optimierten Gasbrenners nur einen Bruchteil der Kosten verursachen und ließe sich vergleichsweise einfach umsetzen. Wie das aktuelle Beispiel Kanada zeigt, wird grüner Wasserstoff in den kommenden Jahren mehr und mehr verfügbar werden. Denkbar wäre in dem Zusammenhang die staatliche Förderung der flächendeckenden Umrüstung von Gasbrenner von Bestandsanlagen, um die notwendigen makroökonomischen und makroökologischen Effekte zu erzielen.

      Zur Bewältigung der Energiekrise sind m. E. einfache und kostenschonende Lösungsalternativen erforderlich, die insbesondere für Bestandsimmobilien geeignet sind. Die systematische Erhöhung des H2-Anteils im Erdgas-Gemisch könnte ggf. eine solche Lösung sein, die das Potenzial hat, eine hohe Breitenwirkung zu entfalten.

    • Ich finde, dass dieser Artikel weniger hilfreich ist. Was nützt einem die dort aufgeführten Durchschnittszahlen? Sollen jetzt alle Haushalte auf Wärmepumpe umsteigen und wir bohren ein paar Millionen Erdlöcher. Dann stellt sich die Frage, wo kommt denn der ganze Strom für die Anlagen her? Von den Windrädern aus Norddeutschland die zwar Strom produzieren aber nicht transportieren? Dann sollen wir als Bürger im Rahmen der Solidargemeinschaft Uniper mit einer Umlage stützen, damit das Wirtschaftsunternehmen nicht bankrott geht - klasse, als das Unternehmen Gewinne eingefahren hat, habe ich davon nicht adaptiert. Ach ja, selbst wenn ich mein Haus weiter energetisch sanieren will, dann scheitert das zu einem daran, dass es nicht ausreichend Material gibt und zweitens, dass aufgrund des Handwerkermangels es eh nicht umgesetzt werden kann. Energiepolitisch ist dass, was unsere Vertreter in Berlin zaubern eine absolute Katastrophe. Egal ob Photovoltaik, Gas, Wärmepumpe oder was auch immer. Es ist immer alles halbherzig, nicht zu Ende gedacht und immer mit viel Bürokratie verbunden. Es geht auch einfacher, z. B. in den Niederlanden, wenn man dort eine Solaranlage installiert hat und selbst produzierten Strom verbraucht, dann dreht der Stromzähler rückwärts. Wenn man Strom vom Anbieter benötigt, dreht der Zähler vorwärts - so einfach ist das und darüber wird abgerechnet. Hier geht das natürlich nicht, wäre ja auch zu einfach. Es ist einfach nur noch - entschuldigen Sie bitte den Ausdruck - nur noch ätzend.

    • Ich finde, dass dieser Artikel weniger hilfreich ist. Was nützt einem die dort aufgeführten Durchschnittszahlen? Sollen jetzt alle Haushalte auf Wärmepumpe umsteigen und wir bohren ein paar Millionen Erdlöcher. Dann stellt sich die Frage, wo kommt denn der ganze Strom für die Anlagen her? Von den Windrädern aus Norddeutschland die zwar Strom produzieren aber nicht transportieren? Dann sollen wir als Bürger im Rahmen der Solidargemeinschaft Uniper mit einer Umlage stützen, damit das Wirtschaftsunternehmen nicht bankrott geht - klasse, als das Unternehmen Gewinne eingefahren hat, habe ich davon nicht adaptiert. Ach ja, selbst wenn ich mein Haus weiter energetisch sanieren will, dann scheitert das zu einem daran, dass es nicht ausreichend Material gibt und zweitens, dass aufgrund des Handwerkermangels es eh nicht umgesetzt werden kann. Energiepolitisch ist dass, was unsere Vertreter in Berlin zaubern eine absolute Katastrophe. Egal ob Photovoltaik, Gas, Wärmepumpe oder was auch immer. Es ist immer alles halbherzig, nicht zu Ende gedacht und immer mit viel Bürokratie verbunden. Es geht auch einfacher, z. B. in den Niederlanden, wenn man dort eine Solaranlage installiert hat und selbst produzierten Strom verbraucht, dann dreht der Stromzähler rückwärts. Wenn man Strom vom Anbieter benötigt, dreht der Zähler vorwärts - so einfach ist das und darüber wird abgerechnet. Hier geht das natürlich nicht, wäre ja auch zu einfach. Es ist einfach nur noch - entschuldigen Sie bitte den Ausdruck - nur noch ätzend.

    • Ich kann ihrer Berechnung nicht folgen. Vor drei Jahren habe ich einen Gasbrennwertkessel in einem Reihenhaus einbauen lassen, und zwar den damaligen Testsieger. Mit Kfw Zuschuss und Einbau habe ich dafür nur 5500€ bezahlt. Trotz Erneuerung der Thermostate und hydraulischem Abgleich belief sich aber die Verbrauchsersparnis auf nur rund 15%. Der Insallateur bestätigte mir, dass das bei all seinen Kunden normal sei. Zusätzlich sinke auch die Lebensdauer des Heizkessels. Seine Erfahrung liege bei 15 Jahren.
      So erging es meinem Nachbarn. Seine Gasbrennwertheizung gab trotz teurer Jährlicher Wartung seinen Geist schon nach 10 Jahren auf.
      Meine 20jährige Heizung hat noch nie einen Handwerker gesehen. Abgaswerte sind top ! Verbrauch steuerbar.

    • Ja die Kritik aller Kommentatoren bezüglich Wärmepumpe ist verständlich: Im kalten Winter Wirkungsgrad unter 1, da sie ja noch beheizt werden muss.
      Glücklicherweise habe ich eine neue Gasbrennwerttherme mit Solarthermie - scheint das vernünftigste zu sein, da sie im Winter nicht so extrem viel Strom braucht!

    • Eine Gasbrennwertheizung hat einen Wirkungsgrad von praktisch 1.
      Der Gasversorger berechnet auch den Brennwert, wenn auch auf eine feste Temperatur und Luftdruck bezogen. Wer heute noch einen alten Gaskessel mit Wirkungsgrad 0,9 einbaut ist selber schuld. Solche eine Heizung im Austausch mit max. 15 kW für solch ein Haus gibt es incl. Montage auch heute noch unter 10 000€.
      Aber es gibt keine Wärmepumpe mit 12 kW mit Montage für unter 20 000€ noch in 2022.
      Auch keine Luft-Wasser-WP mit Jahresarbeitszahl 3,2, erst Recht nicht mit Warmwasserbereitung. Wenn man 2,5 hat, ist man gut dabei. Lesen sie den großen Test über zwei Jahre des Frauenhofer Institutes.
      Und bei Minusgraden brauchen sie bei dieser WP eine Zusatzheizung.
      Mein Gott, Walter. Sorry, Handelsblatt.

    • Guter Artikel, aber wir sind leider keine Hellseher. Nichts in unserer Welt ist statisch, alles fließt. Wer vor 5 Jahren von Heizöl auf Gas umgestellt hat, war der Meinung, dass er damit nicht so verkehrt liegt (Übergangsenergie). Heute feiert Kohle für die Stromerzeugung ein come back und unsere Regierung macht sich für LNG aus Fracking-Gas stark. Wer weiß heute schon, wie das in 5 Jahren sein wird. Heute werden für diese, aus heutiger Sicht falsche politische Weichenstellung, Sündenböcke gesucht. Die ca. 800 Abgeordneten in Regierung und Opposition von CDU/CSU, SPD, Grünen, ÖDP, FDP, usw. haben ja in unserer Demokratie offensichtlich nichts zu sagen – alle Schuld liegt also bei Schröder und Merkel. Dabei werden alle Bundestagsabgeordneten von unseren Steuern bezahlt und sind somit den Bürgern und dem Land verpflichtet.

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